Hausacher LeseLenz

Ich lese, also bin ich. Ich bin, also lese ich.

Der Hausacher LeseLenz ist ein Geschenk. Was einst in jeder Hinsicht überschaubar - ein schieres Privatissimo - mit drei Schriftstellerinen und Schriftstellern in der zweiten Hälfte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts einen scheuen Hör-Auftakt erlebte, offenbart sich heute als ein Literaturfestival ungeahnter Wirkungslust, schöpferischer Gestaltungsfreude und literarischer Entdeckungspfade. Ein Sprachen-Fest der Autorinnen und Autoren und ihrer Bücher. Eine Zusammenkunft der W:orte, die ihresgleichen sucht und im Schwarzwald findet. 2012 schrieb die FAZ über die Literaturtage in Hausach: "Eines der spannendsten Literatufestivals im deutschsprachigen Raum."

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Hohe oder gar höchste Dichterdichte einmal im Jahr. Weltliteratur ins Familiäre, ins Nahe, ins Nächste getragen. Ein meditatives und entspanntes Innehalten im vielseitigen Dialog der Sprachen und literarischen Texte. Ein Austausch bekannter und weniger bekannter Dichterinnen und Dichter untereinander, aber auch ein bemerkenswert beseelendes Gespräch mit denjenigen, die sich als Zuhörerinnen und Zuhörer der Literatur stellen. Die Neugier und die Ernsthaftigkeit, Autorinnen und Autoren zu begegnen und deren W:orte zu erleben ist aus der Stadt unter der Burg nicht mehr weg zu denken.

Hausach hat sich in die literarische Landkarte Deutschlands eingeschrieben.

Die einzelnen Reihen des Hausacher LeseLenzes bilden das flexible Fundament der Literaturtage an der Schnittstelle zwischen Süd- und Nordschwarzwald und fokussieren nicht nur die Sprach-Dimensionen und die Wort-Intensität der einzelnen Veranstaltungen, die jeweils in einem Motto aufeinander bezogen werden, sondern prägen das wiedererkennbare Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit. Vom Kindergartenalter aufwärts werden alle, die sich für Literatur interessieren angesprochen und eingeladen. Jedes Jahr von Neuem ein Buchstaben-Sog in die wunderbaren Welten literarischer Schöpfung.

Die Grundstruktur der Literaturtage steht seit ihren Anfangstagen auf zwei Beinen. Einerseits die öffentlichen Veranstaltungen, andererseits die vielfältigen Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler aus dem Ort und der Region. Das Format, eigens für Kinder und Jugendliche konzipiert, "kinderleicht & lesejung", erfreut sich ohrenspitzender Beliebtheit und bedeutet für viele eine Fähre in die Kinder- und Jugendliteratur. Überhaupt ist der Reihen-Charakter des Festivals eines der Geheimnisse seiner Individualität und damit seines Erfolges. Jede Reihe, jedes Modul hat eine eigenverantwortliche Kuratorin oder einen Kurator, die jeweils Programmvorschläge unterbreiten. Damit ist überraschende Kurzweil gegeben. Und Abwechslung. Eine sehr unterschiedliche Teilhabe am Ganzen.

Andere Formate heißen "Weltlese", eine neue Reihe von Ilija Trojanow, oder "vom poetischen w:ort - wo die Lyrik zuhause ist". Auch durch die Kooperation mit 14 internationalen Literaturfestivals aus ganz Europa: VERSOPOLIS. Oder die "Lesung für alle". Ein jüngeres Konzept des LeseLenzes. Ulrike Wörner, die stellvertretende Festivalleiterin schreibt hierzu: "Eine von Michael Stavaric kuratierte Reihe trägt den schönen Titel "mitsprache:wortgesprochen" und ist buchstäblich außerordentlich: Es ist die einzigartige Verbindung von gesprochenem und gebärdeten Wort. Vor einigen Jahren wurde beispielsweise ein Auszug aus Die Kathedrale von Satu Taskinnen passender Weise in der Hausacher Stadtkirche uraufgeführt, gebärdet von Helene Jarmer, der ersten gehörlosen Abgeordneten im österreichischen Nationalrat. Eine ganz eigene Poesie liegt diesen Lesungen zugrunde: die des gesprochenen Wortes, über- und getragen auf eine Metaebene der Gebärden, die weit über eine Übersetzung hinausgehen. Die Vorbereitungen sind aufwendig: die Texte werden lange vor der Veranstaltung den Gebärdendolmetscherinnen zugeschickt, als geschriebener und als gesprochener Text, um eine künstlerische Übersetzung vorzubereiten und zu gewährleisten. Eine besondere Erfahrung und Herausforderung für Künstler, Dolmetscher und das Publikum."

Jedes Jahr begleiten einige Ausstellungen das Literaturfestival.

Ein Ereignis steht sicherlich nicht minder im Mittelpunkt der Literaturtage: die Verleihung des "LeseLenz-Preises für Junge Literatur", gestiftet von der Thumm-Stiftung und dotiert mit 5.000 Euro. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und ist für ein bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung publiziertes Gesamtwerk vorgesehen.

Mit der Poetik-Dozentur des Hausacher LeseLenzes an der PH in Karlsruhe, die vor vier Jahren vom LeseLenz und der Hochschule eingerichtet wurde, ist eine weitere vermittelnde Würdigung der Litertur hinzugekommen. Neben den drei LeseLenz-Stipendien, die jährlich vergeben werden.

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