Themenwege

Hausacher Bergbauwanderweg

Länge 8.4 km Dauer 02:38 h
Aufstieg 257 m Abstieg 260 m
Höchster Punkt 443 m Niedrigster Punkt 234 m
leichter Themen-Rundweg um das Hauserbachtal, der mit vielen interessanten Hinweisen rund um den Bergbau beschildert ist
Rund um Hausach sind an die 60 Gruben und Stollen nachgewiesen, in denen die Bergleute in früheren Jahrhunderten insbesondere nach Silber und Blei gesucht und oftmals auch solches gefunden und abgebaut haben. In dem kleinen Freilichtmuseum Erzpoche wird gezeigt, unter welch schwierigen Umständen das geförderte Erz weiter verarbeitet wurde. Dieses kleine Freilichtmuseum ist Ausgangs- und Endpunkt des Bergbauwanderwegs, der selbstverständlich in beide Richtungen begangen werden kann. Beginnt man in nördicher Richtung, führt der Weg zunächst an der Dorfkirche vorbei, die als Bergmannskirche genutzt wurde. Im Ortsteil Hausach-Dorf erinnern liebevoll gestaltete kleine Denkmale, wie z.B. ein Bergmannsbrunnen, an die bergmännische Vergangenheit. Der Weg führt weiter über die Burg Husen, vorbei an einem Kohlenmeiler und der nicht zugänglichen Grube Elisabeth (Eingang ist sichtbar) bis zur Kreuzbergkapelle. Von dort über den Reutebauernhof hinunter ins Hauserbachtal. Dort lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Hauserbacherkapelle. Vorbei an mächtigen Schwarzwaldgehöften und einem Wildgehege führt die wenig befahrene Talstraße zurück zum Bergbaufreilichtmuseum.

Wegbeschreibung

Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche - Friedhof - Hausach - Aufgang Schlossberg - Burg Husen - Kreuzbergkapelle - Winterberg - Reutegrund - Hauserbach - Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche
Sicherheitshinweis Langsam machen bei den Anstiegen!
Ausrüstung Etwas zum Essen und zum Trinken. Es gibt auf dem ganzen Weg keine Einkehrmöglichkeit. Am Reutebauernhof gibt es einen "Naturkühlschrank". Gute feste Wanderschuhel
Tipp des Autors Dorfkirche: Die Dorfkirche ist eine der ältesten Kirchen im südwestdeutschen Raum und auch das älteste Bauwerk der Stadt. Das romanische Tympanon über dem "Segenstürlein" und Teile des Langhauses stammen aus dem 11. Jahrhundert; einige freigelegte Überreste bezeugen auch, dass der Innenraum mit Fresken ausgeschmückt war, wobei dem Jüngsten Gericht an der Westwand hinter der Orgel eine besondere Bedeutung als Einmaligkeit in der Region zukommt. In früherer Zeit auch Funktion als Bergmannskirche. Heute Friedhofskirche, Ort der stillen Einkehr, Klangraum für Konzerte und Schatztruhe sakraler Kunst.

Burg Husen: Markant thront die Ruine der Burg über Hausach. Den Besucher erwartet ein grandioser Blick über das Kinzig- und Einbachtal, sowie auf den gegenüberliegenden Brandenkopf. Um 1220 wurde die Burg unter den Zähringern zum Schutz der umliegenden Silbergruben erbaut. Ihre erste urkundliche Erwähnung als "castrum husen" stammt aus dem Jahr 1246. Im 14. Jahrhundert ging das Anwesen als Hochzeitsgeschenk in den Besitz der Fürstenberger über. Während der Jahre 1453-1477 wurde sie von Graf Heinrich VI. von Fürstenberg großzügig umgebaut. Doch der Dreißigjährige Krieg ging nicht spurlos an Hausach vorüber. Weimarische Truppen zerstörten die Burg. Ein Neuaufbau erfolgte nicht. Zwischen 1985 und 1989 sanierte die Kommune die noch sichtbaren Überreste, den Bergfried, Teile der Palasmauer und den Batterieturm.

Abenteuerweg der Gruppe Junges Hausach: Der Weg umfasst 20 Spielstationen auf einer Länge von 2,4 km und soll Kinder zur Bewegung in freier Natur animieren. Die Stationen wurden alle mit Naturmaterilien gebaut. Der Weg führt entlang eines kleinen Baches, bei Niedrigwasser eher ein Rinnsal - für die Kinder trotzdem eine Schlucht, die sie mit Hilfe von Seilen überqueren können. Unterschiedliche Balancierstationen säumen den Weg. Eine Grillhütte ist integriert. Von dieser lohnt ein kurzer Abstecher zur Kreuzbergkapelle mit einem wunderbaren Blick auf das Kinzigtal.

Kreuzbergkapelle: Im Nachgang zu den Kreuzzügen wurden in vermehrten Maße auf ortsnahen, weithin sichtbaren Anhöhen Kreuze errichtet. Nicht selten erhielten dann diese Erhebungen den Namen "Kreuzberg". So auch in Hausach, wo am Standort der heutigen Kapelle - vielleicht durch einen Burgherrn begünstigt - ein solches Kreuz errichtet wurde. Urkundlich gesichert ist der Bau der Kreuzbergkapelle im Jahr 1715 unter dem Pfarrer Johann Georg Oberfell. Die jetzige vergrößerte Kapelle muss jedoch nach 1740 errichtet worden sein.

Hauserbachkapelle: Sehr malerisch liegt im Hauserbachtal unterhalb des Spänlehofs eine Marienkapelle. Der frühere Hofbauer Sylvester Schmid gelobte auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs ein kleines Kirchlein zu erstellen, wenn er wieder gesund nach Hause kommen würde. Nach glücklicher Heimkehr erfüllte er sein Gelübte, und die Kapelle konnte am 04. Juni 1924 zu Ehren der Gottesmutter eingweiht werden. Die Glocke, die durch die Inflation 74 Milliarden Mark kostetete, wurde in der Glockengießerei Grünninger in Villingen zum Leben erweckt. Ihre silberne Stimme will an die alte Bergmannsglocke erinnern, die im Tal einst die Bergleute von und zur Arbeit rief. Sehr beliebt und gern besucht sind die stimmungsvollen sonntäglichen Maiandachten, die von den Familienangehörigen des Spänlehofs gestaltet werden.

Startpunkt Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche
Öffentliche Verkehrsmittel Schienenverkehr: Linien 720/721 - Schwarzwaldbahn, Ortenau S Bahn

Omnibusverkehr: Linien 7150, 7151, 7160, 7161, 7266

www.ortenaulinie.de

PKW B 33, B 294 Ausfahrt West, über den Kreisverkehr Richtung Dorfkirche und Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche (das Museum ist augeschildert)
Parken Parkplätze bei der Dorfkirche und beim Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche

Quelle

Schwarzwald Tourismus Kinzigtal