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Der Hirt auf dem Felsen

Event Infos
Termine
Ort Hauptstraße 41
77709 Wolfach
Preis Vorverkauf (jederzeit für alle Konzerte): 16,00 Euro, 10,- Euro Schüler, Studenten, SchwerbehinderteKinder (bis 6 Jahre)Eintritt freiKartenversand:Zusendung der Vorverkaufskarten nach Überweisung des Eintrittspreises zzgl. 1 Euro PortoBankverbindung: Bankhaus Faisst, IBAN:DE90664327000000017012 BIC:FAITDE66XXXSparkasse Wolfach, IBAN:DE53664527760000030338 BIC:SOLADES1WOFAbendkasse: 18,- Euro (Abendkasse ab 17.30 Uhr), 11,- Euro Schüler, Studenten, Schwerbehinderte Abonnement: für 6 Konzerte (feste Plätze, übertragbar) 90,- Euro, 60,- Euro Schüler, Studenten, Schwerbehinderte Gutscheine: Einzulösen bei: Tourist-Info Wolfach, Hauptstr. 41, 77709 Wolfach oder gerlinde.woehrle@wolfach.deAlle Plätze sind nummeriert!
Event Details
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rollstuhlgerecht
wetterunabhängig
Veranstalter Stadt Wolfach
Hauptstraße 41
77709 Wolfach
Veranstaltungsort:
Rathaussaal, Hauptstraße 41, 77709 Wolfach

Werke von Franz Schubert und Robert Schumann
Monika Herzer Sopran
Uschi Dahlhausen Klarinette
Florian Kunz Klavier



Programm:

Franz Schubert
Ausgewählte Lieder nach Gedichten von J.W. von Goethe
Liebhaber in allen Gestalten
Ganymed
Kennst Du das Land
Nur wer die Sehnsucht kennt
Suleika I
Suleika II

Robert Schumann
Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op.73
I Zart und mit Ausdruck
II Lebhaft, leicht
III Rasch und mit Feuer

Pause

Robert Schumann
Liederkreis op.39 nach Gedichten von Jospeh von Eichendorff
I. In der Fremde
II. Intermezzo
III. Waldesgespräch
IV. Die Stille
V. Mondnacht
VI. Schöne Fremde
VII. Auf einer Burg
VIII. In der Fremde
IX. Wehmut
X. Zwielicht
XI. Im Walde
XII. Frühlingsnacht

Franz Schubert
Moment musical Nr. 1 As-Dur D.780
"Der Hirt auf dem Felsen" für Sopran, Klarinette und Klavier

Die Verbindung einzelner Künste zu einer gemeinsamen Form hat wohl nirgends schönere Früchte getragen als im deutschen Kunstlied. Untrennbar mit dieser Kunstform verbunden sind Franz Schubert und seine großen Goethe-Vertonungen - man denke an so berühmte Werke wie „Der Erlkönig“ und „Das Heideröslein“. Vom selben Rang, aber weit weniger bekannt sind die Lieder der Mignon aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und die Gesänge Suleikas aus dem "Westöstlichen Divan". Bei letzteren handelt es sich tatsächlich um Dichtungen von Goethes Freundin Marianne von Willemer. Die aufkommende Liebe zwischen beiden musste unerfüllt bleiben: Goethe, der gesellschaftliche Schwierigkeiten befürchtete, zog sich zurück. Stattdessen entspann sich ein Briefwechsel, in dessen Verlauf Marianne dem Dichter ihre Verse zusandte. Goethe nahm sie in die Sammlung des "Westöstlichen Divans" auf. Es war das einzige Mal, dass er Texte eines anderen Autors in eine eigene Veröffentlichung einbezog.
Zu den letzten Kompositionen Schuberts überhaupt zählt „Der Hirt auf dem Felsen“. In Auftrag gegeben wurde das Werk von der Wiener Sopranistin Anna Pauline Milder, die an der Berliner Oper wirkte und dort mehrere Lieder Schuberts aufgeführt hatte. Sie wandte sich 1824 an ihn mit der Bitte, für sie eine große, mehrteilige Gesangsszene zu schreiben. Schubert reagierte zunächst zurückhaltend. Erst im Herbst 1828, als die Sängerin bereits mehrmals nachgefragt hatte, entschloss er sich, die Idee aufzugreifen. Es entstand eine dreiteilige Komposition für Sopran, obligate Klarinette und Klavier. Ungewöhnlich ist auch, dass Schubert die Texte der drei Teile aus verschiedenen Quellen zusammenstellte.
Das vielleicht wichtigste Werk der romantischen Liedkunst ist Robert Schumanns 1840 entstandener „Liederkreis“ op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff. Anders als es der Titel vermuten lässt, ist dieser Zyklus ist keine Sammlung von lockerer Ordnung. Vielmehr knüpft Schumann durch die Reihenfolge der Gedichte und Tonarten ein überaus vielschichtiges Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Liedern. Erst der musikalische Zusammenhang also verbindet sie zu einem Ganzen.
In der Romantik war die Literatur auch eine Inspirationsquelle für die Instrumentalmusik, in der Titel wie "Ballade" und "Rhapsodie" gebräuchlich wurden. Die zumeist dreiteilig durchkomponierte Form und der knappe Umfang vieler solcher Stücke lassen erkennen, wie stark das ästhetische Empfinden besonders der deutschen Komponisten hier vom Lied geprägt wurde. Beispielhaft dafür stehen Robert Schumanns drei Fantasiestücke für Klarinette op.73 von 1849. Sie zählen zu seinen beliebtesten Kammermusikwerken.

Konzerte im Blauen Salon, Spielzeit 2019/20