Wallfahrtskirche St. Gallus
Die Wallfahrtskirche St. Gallus ist Mittelpunkt des Klosters in Heiligenbronn.
Die Wallfahrt in Heiligenbronn blickt auf eine über 600-jährige Tradition zurück. Die heutige Wallfahrtskirche St. Gallus wurde 1873 im schlichten franziskanischen Stil eingeweiht, nachdem ein Blitzschlag 1869 die frühere Kirche so stark beschädigt hatte, dass sie abgerissen werden musste. Der damalige Pfarrer und Ordensgründer David Fuchs ließ sich davon jedoch nicht entmutigen.
Zentrales Element der Kirche ist das hölzerne Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes, das bereits 1442 aufgestellt wurde. In der Krypta darunter entspringt der „Heilige Bronnen“, der seit dem 14. Jahrhundert als Quelle des Lebens gilt. Bis heute pilgern Gläubige und Kranke dorthin in der Hoffnung auf Heilung. Motivtafeln am Eingang der Krypta zeugen vom Vertrauen in die Fürsprache Mariens.
Der Kirchenraum wird wesentlich durch die Holzbildhauerarbeiten von Karl Rieber geprägt. Besonders hervorzuheben ist das aus Eichenholz geschnitzte Abendmahl am Hochaltar. Weitere Werke Riebers finden sich in der Gnadenkapelle. Die Madonna auf dem linken Seitenaltar stammt aus dem Kloster Urspring. Fresken und Glasfenster wurden vom gehörlosen Künstler Paul Hirt gestaltet.
Die Kirche ist Mittelpunkt des Klosters Heiligenbronn. Bereits 1856 gründete David Fuchs ein Waisenhaus für hör- und sehgeschädigte Kinder, das von Franziskanerinnen geführt wurde. 1935 zählte der Orden 323 Schwestern. Seit 1991 trägt die Stiftung St. Franziskus die Verantwortung für die sozialen Einrichtungen in Heiligenbronn.
Kontakt
Adresse
Wallfahrtsirche St. Gallus
Kloster 2
78713 Schramberg